著者
森 一郎
出版者
日本哲学会
雑誌
哲学 (ISSN:03873358)
巻号頁・発行日
vol.2016, no.67, pp.42-58, 2016-04-01 (Released:2017-06-13)
参考文献数
1

„Die politische Verantwortung eines Philosophen“ – das ist eine heikle Frage. In meiner Thematik versuche ich das Problem am Beispiel Heideggers zu erläutern, um darüber nachzudenken, inwiefern wir Philosophierenden dem Politischen entsprechend handeln können.Neuerdings hat eine heftige Diskussion über die „Schwarze Hefte“ stattgefunden, in denen Heidegger im Geheimen eine Anzahl von „antisemitischen“ Bemerkungen hinterlassen hatte. Wenn man, anstatt dieser Diskussion nachzugehen, seine Aufmerksamkeit den direkt nach dem zweiten Weltkrieg geschriebenen Heften zuwendet, sieht man, dass der Philosoph dort immer wieder über seinen „Irrtum 1933“ reflektierte. Sein akademisch-politisches Unternehmen und Scheitern als Rektor der Universität Freiburg bleiben noch heute aufschlußreich.Es gibt aber auch einige zu unterscheidende Aspekte, wenn von der „politischen Verantwortung der Wissenschaftler“ die Rede ist: erstens als Staatsbürger im Allgemeinen, zweitens als Mitglieder wissenschaftlicher Organisationen und drittens als Forscher, deren Zusammenarbeit eine große politische Wirkung entfalten kann. Seit der Explosionen der Atombomben 1945 ist vor allem die dritte sogenannte gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaftler maßgeblich geworden.Dementsprechend lassen sich die Aspekte der politischen Verantwortung eines Philosophierenden unterscheiden: erstens als Staatsbürger, wobei noch weiter die Rolle irgendeines Philosophen-Königs und die irgendeines theoretischen Beraters zu unterscheiden sind, zweitens als Führer einer Gelehrtenrepublik und drittens als freier kritischer Betrachter menschlicher Angelegenheiten und radikaler Theoretiker politischer Philosophie. Als freier Geist ent-spricht er seinem eigenen Zeitalter – für uns nämlich: dem Atomzeitalter.

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