1 0 0 0 OA 詩の言葉(一)

著者
新田 博衞
出版者
美学会
雑誌
美學 (ISSN:05200962)
巻号頁・発行日
vol.21, no.4, pp.1-11, 1971-03-30

1) Die Sprache der Dichtung ist nicht von der Sprache schlechthin zu unterscheiden, denn der Dichter braucht keine besondere Symbolik, wie der Mathematiker oder Logiker, sondern die Umgangssprache im weiteren Sinne. 2) Die Sprache hat die Syntax und das Vokabular. Das Korrelat, Wort und Satz, befindet sich aber nicht in anderen Mitteilungsformen. Den Gesten und Gesichtsausdrucken, die eventuell beredsamer als Sprache sind, gehort kein Vokabular. Jedes Signal dient zugleich als Wort und als Satz. In diesem Sinne muss man eine sog. tierische Sprache doch nicht als Sprache, sondern vielmehr als Signal bezeichnen. Schliesslich darf man nicht ein kunstlerisches Gebilde, z.B. eine Melodie, mit der Sprache vergleichen, denn die Tone einer musikalischen Phrase fungieren nicht, wie die Worter eines Satzes, ale semantische Einheiten. 3) Die Musik und die Dichtkunst haben aber ein Gemeinsames, dass in den beiden die Aussage im Aussagenden, der Sinn in der Form immanent ist. Bei der Umgangssprache ist der Fall nicht : die Beziehungen zwischen Sinn und Form sind hier transzendent. Die Sprache der Dichtung also verlangt-darf man sagen-nach der Musik, d.h. nach der absoluten Verwirklichung der Immanenzbeziehung zwischen Aussage und Aussagendem, wahrend sie doch keine Musik, sondern immer die Sprache ist und bleibt, in dem Sinne, dass bei ihr jene Transzendenzbeziehung nicht ganz verschwindet. 4) In der Sprache bedeutet das Wort einen Materialbegriff, der Satz einen Beziehungsbegriff. Beide Begriffe bilden eine Distanzkorrelativitat. In einer solchen Perspektive erscheinen uns die mythische Sprache einerseits und die logische Syntax der Sprache anderseits wie zwei Grenzwerte der sprachlichen Rede. Unsere nachste Aufgabe ist es, den Ort fur die Dichtkunst zwischen beiden Polen genau zu bestimmen.
著者
宮下 誠
出版者
美学会
雑誌
美學 (ISSN:05200962)
巻号頁・発行日
vol.44, no.3, pp.12-22, 1993-12-31

Trotz seiner Tatigkeit im Bauhaus galt Klee in den 1920er Jahren in Deutschland als Surrealist. Ursache dafur war vor allem die erste Ausstellung bei Vavin-Raspail 1925, die Pariser Surrealisten begeisterte. Davon ausgehend vertreten eine grosse Anzahl von Forschern die Auffassung, dass dieses Klee-Bild in Paris entstanden war. Untersucht man aber die damaligen deutschen Kunstzeitschriften, so kann man feststellen, dass das Bild "Klee als Surrealist" in Deutschland gemacht wurde. Dabei halfen deutsche Kunsthistoriker, Kritiker und Kunsthandler kraftig mit : da ihr Landsmann bei den Pariser Surrealisten grossen Beifall gefunden hatte, glaubten sie sich dazu berechtigt, Deutschland Heimatland des Surrealismus zu nennen. Dies jedoch ohne Einverstandnis der Franzosen : fur sie war Klee hochstens einer der "Vorlaufer des Surrealismus" (Andre Breton). Von deutscher Seite hiess die Devise : Klee als Surrealist gegen die Vorherrschaft der franzosischen Kunst ins Feld fuhren. Gewagt wurde dieser verspatete Prioritatsanspruch allerdings nicht aus bornierter Arroganz im Stil etwa der unter national-sozialistischer Federfuhrung stattgefundenen Aussstellung "Entartete Kunst" (1937), sondern aus dem durch das soziale und kulturelle Ohnmachtsgefuhl sensibilisierten Krisenbewusstsein der deutschen Kuntszene.